# Wie viel Marketing-Budget braucht deine Gastronomie? Zahlen für 2026

> Die "3 bis 5 Prozent vom Umsatz"-Regel fürs Marketing steht in keiner amtlichen Statistik. Echte deutsche Kanalkosten, ein Rechner für dein eigenes Budget, und die Stammgast-Zahlen, die mehr zählen als der Prozentsatz.

- Author: Alex Riesenkampff (Super44)
- Published: 2026-08-06
- Canonical: https://super44.ai/de/blog/marketing-budget-gastronomie-2026

## Key takeaways

- Die überall zitierte Faustregel "3 bis 5 Prozent vom Umsatz fürs Marketing" steht in keiner amtlichen Statistik: Der komplette DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2025 enthält keine einzige Kennzahl zu Werbe- oder Marketingkosten.
- Große Unternehmen mit eigener Marketingabteilung planten 2025 mit 7,7 % vom Umsatz fürs Marketing, 2026 mit 7,8 % (Gartner CMO Spend Survey) - der Median-Teilnehmer setzt aber über eine Milliarde Dollar im Jahr um, nicht die Größenordnung eines unabhängigen Betriebs.
- Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von METRO/DISH (Januar 2025, 2.000 Befragte) nutzen 70 % der Deutschen digitale Plattformen zur Restaurantsuche, aber nur 35 % der Unter-45-Jährigen (8 % der Über-45-Jährigen) dafür soziale Medien - die Suchmaschine bleibt mit 51 % der wichtigste Kanal.
- Im Digitalisierungsindex Mittelstand von Telekom und techconsult (letzte Welle fürs Gastgewerbe: 2021/2022) bot erst gut jeder zweite Betrieb (48 %) eine Online-Reservierung an, nur 32 % eine digitale Speisekarte - beides kostenlose oder günstige Hebel vor jedem Werbebudget.
- Amerikanische Regulars-Daten von Toast und Resy (2026) zeigen: Die treuesten 7 % der Gäste können bis zur Hälfte des Bestellvolumens ausmachen - ein Hinweis darauf, dass Bindung oft mehr bringt als Neukundenwerbung, auch wenn die Zahl selbst nicht aus Deutschland stammt.

Die am häufigsten zitierte Antwort lautet: 3 bis 5 Prozent vom Umsatz fürs Marketing, wenn dein Betrieb etabliert ist, mehr in den ersten ein bis zwei Jahren nach der Eröffnung. Bei 20.000 Euro Monatsumsatz sind das allein am unteren Ende 600 Euro im Monat. Wir haben diese Zahl zurückverfolgt, quer durch Agenturblogs und den kompletten DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2025, und keine Studie, keinen Verband und keine amtliche Statistik dahinter gefunden. Was sich dagegen wirklich belegen lässt, ist, wohin das Geld zuerst gehört: Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag von METRO/DISH nutzen 70 % der Deutschen digitale Plattformen zur Restaurantsuche, und amerikanische Toast/Resy-Daten zeigen, dass die treuesten 7 % der Gäste eines Betriebs bis zur Hälfte des Bestellvolumens ausmachen können. Diese Basis zuerst absichern lohnt sich mehr als der exakte Prozentsatz.

## Was überall als Faustregel steht, und warum sie durch keine Studie gedeckt ist

**Keine amtliche Statistik und keine benannte Studie steht hinter der "3 bis 5 (oder 6) Prozent vom Umsatz"-Regel, obwohl sie in praktisch jedem deutschen Marketing-Ratgeber für Gastronomie auftaucht.** Suchergebnisse reichten uns dafür nicht: Wir haben den kompletten DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2025 geprüft, das vierteljährliche Referenzdokument des Branchenverbands für Umsatz-, Personal- und Beschäftigungszahlen. Er enthält keine einzige Kennzahl zu Werbe- oder Marketingkosten. Auch die gastronomie-eigene Kennzahlen-Konvention (Wareneinsatz höchstens 30 %, Wareneinsatz plus Personal höchstens 60 % vom Umsatz, dokumentiert etwa bei gastivo.de) kennt keine Werbekosten-Zeile.

Was tatsächlich existiert, ist eine über Branchenblogs verbreitete Faustregel. consult-gastro.de formuliert es so: „Als Faustregel empfehlen Experten, 3 bis 5 Prozent des Jahresumsatzes für Marketingmaßnahmen einzuplanen." Welche Experten das sind und worauf sich die Zahl stützt, bleibt offen, der Satz steht ohne Quellenangabe im Text. Andere Agentur-Blogs runden auf 2 bis 6 Prozent, wieder andere zitieren eine angebliche Fallstudie mit 6.384 Prozent Werbe-ROI ohne jede Methodik. Das ist kein Einzelfall, sondern das Muster der ganzen Nische: eine Zahl, die durch Wiederholung wie eine Erhebung klingt.

**Was hinter den wiederholten Marketing-Budget-Prozentsätzen tatsächlich steckt**

| Aussage | Spanne | Tatsächliche Grundlage |
| --- | --- | --- |
| Etablierter unabhängiger Betrieb | 3-5 % | Keine belegte Primärquelle (Branchenblog-Konsens) |
| Neueröffnung, erste 1-2 Jahre | bis zu 10 % | Keine belegte Primärquelle |
| Deutsches Gastgewerbe amtlich | nicht ausgewiesen | DEHOGA-Zahlenspiegel führt keine eigene Kennzahl |
| Große Unternehmen mit Marketingabteilung, international (2025-26) | 7,7-7,8 % | Gartner CMO Spend Survey |

*Die mittleren beiden Zeilen sind die Zahlen, die praktisch jeder Ratgeber wiederholt; keine davon hat eine auffindbare Quelle. Die äußeren Zeilen sind die einzigen mit einer tatsächlich benannten Erhebung dahinter, und keine beschreibt einen unabhängigen Gastronomiebetrieb.*

Das heißt nicht, dass die Spanne falsch ist, nur, dass sie nie überprüft wurde. Für deinen eigenen Betrieb ist sie höchstens ein grober Rahmen, den du gegen deine eigenen Zahlen gegenprüfst, kein Zielwert, den du erreichen musst.

## Die einzige belegte Zahl im Themenfeld, und warum sie nicht für deinen Betrieb gilt

**Gartners CMO Spend Survey fand Budgets von 7,7 % des Firmenumsatzes für 2025, für 2026 bereits 7,8 % - aber der Median-Teilnehmer setzt in beiden Jahren über eine Milliarde US-Dollar im Jahr um.** Es ist die einzige Zahl in diesem ganzen Themenfeld mit einer offengelegten Methodik, einer genannten Stichprobengröße in jedem Jahr (402 Befragte 2025, über 400 im Jahr 2026) und einer Forschungsfirma dahinter, die nichts in die Antwort hineinverkaufen will. Es ist trotzdem die falsche Zahl für einen einzelnen Betrieb.

**Was die Gartner-Erhebung für einen unabhängigen Betrieb hergibt**

*Source: Gartner CMO Spend Survey, Ausgaben 2025 und 2026*

- **Belegt:** Unternehmen mit eigener Marketingabteilung, Markenteam und vollständiger Erfolgsmessung planen für 2025-2026 mit rund 7,7-7,8 % vom Umsatz fürs Marketing.
- **Nicht belegt:** Der Median-Teilnehmer setzt über eine Milliarde US-Dollar im Jahr um. Die Erhebung sagt nichts darüber aus, was ein einzelner Gastronomiebetrieb budgetieren sollte, und Deutschland ist nur Teil eines größeren Nordamerika/UK/Europa-Samples.

Selbst ein Unternehmen mit eigener Marketingabteilung und jahrelanger Erfolgsmessung gibt also, ausgereift, keinen riesigen Anteil vom Umsatz fürs Marketing aus. Wenn überhaupt, spricht das eher gegen die kursierende 10-Prozent-Zahl für Neueröffnungen als dafür.

## Was ein Marketing-Euro in Deutschland tatsächlich kostet

**Für Google-Ads-Klicks in der deutschen Gastronomie kursiert eine Agentur-Benchmark von 0,50 bis 1,20 Euro pro Klick für typische Suchbegriffe wie "Restaurant München" oder "Mittagstisch in der Nähe" - eine belastbare Primärquelle von Google selbst dafür gibt es nicht.** Das ist kein Einzelfall: Für Social-Media-Anzeigenkosten oder Agenturhonorare für kleine Betriebe fanden wir in dieser Recherche keine einzige direkt geprüfte deutsche Quelle, nur eine Kette von Blogs, die sich gegenseitig zitieren, dasselbe Muster wie bei der Prozent-Faustregel oben. Statt eine ungeprüfte Zahl zu wiederholen, lassen wir sie hier bewusst weg.

Besser belegt ist die E-Mail-Seite, mit einer wichtigen Einschränkung: Inxmails Benchmark 2026, ausgewertet über rund 4 Milliarden anonymisierte E-Mails und 342.400 Mailings in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus dem Jahr 2025, misst für die Branche Tourismus die höchste Öffnungsrate aller 15 untersuchten Branchen: 51,2 %. Das ist Tourismus, nicht Gastronomie, es gibt keine eigene Gastronomie-Kennzahl in diesem Benchmark, aber es zeigt die Größenordnung: E-Mail an einen bestehenden Verteiler ist mit weitem Abstand der günstigste Kanal in diesem ganzen Artikel, und die nötige Infrastruktur, ein Reservierungssystem, ein Treueprogramm oder einfach ein Bon mit E-Mail-Feld, hat ein Betrieb meist schon.

## Deinen Google-Pin bewerben: testbar, aber schwer zu messen

**Eine Anzeige, die den eigenen Pin auf Google Maps sichtbarer macht, ist einer der häufigsten Wege, wie unabhängige Betriebe den bezahlten Teil ihres Marketingbudgets ausgeben, aber die Plattform selbst zeigt selten, was daraus tatsächlich an Gästen wurde.** Google Ads meldet Klicks und Impressionen auf die Kampagne, nicht, was mit den Mittagstisch-Gästen am Dienstag passiert ist, in der Woche, in der die Kampagne lief. Genau diese Lücke steckt hinter dem Muster von oben: eine Zahl, die plausibel klingt, aber niemand sie am eigenen Umsatz überprüft.

Super44 verbindet sich mit deinem Kassensystem und deinem Google-Unternehmensprofil und verfolgt, was nach einer solchen Kampagne tatsächlich mit Umsatz und Bewertungen passiert, dieselbe Vorher-Nachher-Disziplin, die dieser Artikel bei jedem anderen Kanal angewendet hat. Als aktuelles Willkommensangebot bekommt ein Betrieb, der sich für den 19-Euro-Monatsplan von Super44 anmeldet, ein Google-Ads-Guthaben von 100 Euro für den ersten Pin-Boost, ein Weg, den Kanal zu testen, ohne vorher ein ungemessenes Budget hineinzustecken.

## Baue deine eigene Zahl

**Bei 20.000 Euro Monatsumsatz ergibt dieselbe unbelegte 3-bis-5-Prozent-Spanne ein Marketingbudget zwischen 600 und 1.000 Euro im Monat, eine Schwankung von über 60 Prozent, die zeigt, dass der Prozentsatz ein Ausgangswert ist, kein Zielwert.** Nutze ihn als Obergrenze zum Gegenprüfen, die folgenden Abschnitte entscheiden, wohin das Geld tatsächlich geht.

**Was würde die Faustregel-Spanne bei dir kosten?** *(interactive calculator in the web version)*

Example (Monatsumsatz: 20,000 €, Unteres Ende der Spanne: 3 %, Oberes Ende der Spanne: 5 %):

- Monatsbudget, unteres Ende: 600 €
- Monatsbudget, oberes Ende: 1,000 €

*Reine Rechenarbeit auf deinen eigenen Zahlen; das sagt nichts darüber aus, ob der Prozentsatz selbst für deinen Betrieb passt, nur, was er in Euro bedeuten würde.*

Super44 verbindet sich mit deinem Kassensystem und zeigt dir, wo Geld verloren geht — und was du dagegen tun kannst: https://super44.ai

## Gib deinen ersten Euro den Gästen, die du schon hast

> **50 %** — Anteil am Bestellvolumen, den die treuesten 7 % der Gäste eines Betriebs ausmachen können (Toast + Resy, Regulars Report 2026 (USA))

**Toast und Resys Regulars Report 2026 fand, dass nur 7 % der Gästebasis eines Betriebs bis zur Hälfte des gesamten Bestellvolumens ausmachen können.** Die Zahl stammt aus amerikanischen Daten, nicht aus Deutschland, aber die Größenordnung ist ein starkes Argument dafür, ein begrenztes Budget zuerst auf Bindung statt auf Neukundenwerbung zu richten. Derselbe Bericht definiert einen "Regular" als Gast mit drei oder mehr Besuchen innerhalb von drei Jahren und fand, dass ein Gast nach dem Beitritt zu einem Treueprogramm rund viermal so wahrscheinlich wiederkommt, von einer Grundquote von etwa 7 % auf fast 30 %, ein größerer Effekt, als die meisten bezahlten Kampagnen realistisch liefern können.

Reputation wirkt in dieselbe Richtung. Michael Lucas Studie der Harvard Business School zu Yelp-bewerteten Restaurants fand einen Zusammenhang zwischen einem Stern mehr Bewertung und 5 bis 9 % mehr Umsatz, konzentriert speziell bei unabhängigen Restaurants, nicht bei Ketten, weil Gäste bei unabhängigen Betrieben am wenigsten andere Informationen zur Verfügung haben. Nichts davon braucht ein Werbebudget. Es braucht beantwortete Bewertungen, ein einfaches Treueprinzip und einen Grund, wiederzukommen, drei Dinge, die kein Anzeigenbudget ersetzen kann.

## Wann ein größeres Budget die falsche Antwort ist

**Mehr Marketing macht einen guten Betrieb besser und einen schwachen schneller schlechter, weil es mehr Gäste in eine Erfahrung schickt, die noch nicht bereit dafür ist.** Diese Beobachtung stammt ursprünglich aus dem angloamerikanischen Beratungsdiskurs, gilt aber unabhängig vom Markt: Zusätzlicher Zulauf bei knapper Besetzung, langsamem Service oder unbeantworteten Beschwerden konvertiert nicht, er erzeugt genau die schlechten Bewertungen, die den Effekt des Werbebudgets wieder auffressen. Genauso häufig ist die leisere Variante desselben Fehlers: Rabatte, die als Marketing verkauft werden. Wer ständig über Deals neue Gäste holt, gewöhnt sein Geschäft, wie seine Gäste, an den Rabatt, und verzerrt damit dauerhaft, wofür Gäste bereit sind, den vollen Preis zu zahlen.

**Solltest du dein Marketingbudget jetzt erhöhen?** *(interactive decision helper in the web version)*

**Possible routes:**
- **Was trifft gerade auf deinen Betrieb zu? — Wir sind oft komplett ausgebucht, ohne freie Kapazität:** Erst Ertrag optimieren, nicht Zulauf. Mehr Marketingbudget für einen Betrieb, der die meisten Services schon fast voll hat, bringt selten etwas zurück - es kauft Nachfrage, die du nicht bedienen kannst. Next move: Preise, Nebenzeiten und Prime Cost prüfen, bevor überhaupt neues Budget für Neukundenwerbung fließt.
- **Was trifft gerade auf deinen Betrieb zu? — Wir haben Platz, aber Gäste kommen selten wieder:** Investiere in die Gäste, die du schon hast. Eine schwache Wiederkehrquote ist meist eine Bewertungs-, Service- oder Bindungslücke, keine Sichtbarkeitslücke, und das billigere Problem, es zu lösen. Next move: Erst Bewertungsantworten und ein einfaches Treueprinzip aufbauen, bevor bezahlte Neukundenwerbung skaliert wird.
- **Was trifft gerade auf deinen Betrieb zu? — Wir haben Platz und treue Stammgäste, aber Neue finden uns kaum:** Jetzt, und erst jetzt, bezahlte Neukundenwerbung skalieren. Wenn Bindung und Reputation schon stimmen und wirklich freie Kapazität da ist, hat Neukundenwerbung etwas, worauf sie wirken kann. Next move: Mit dem günstigsten messbaren Kanal anfangen und die Kosten pro gewonnenem Gast verfolgen, nicht das Budget als Prozentsatz vom Umsatz.

Die erste dieser drei Antworten ist die, die sich Inhaber am ehesten ausreden. Wenn die ehrliche Einschätzung lautet, dass die meisten Services ohnehin fast voll sind, gehört das Geld auf die Ertragsseite statt auf die Nachfrageseite — welche zwei Zahlen darüber entscheiden, zeigt unser Beitrag zu den [Personalkosten in der Gastronomie](/de/blog/personalkosten-gastronomie-benchmarks): wie hoch dein Personalkostenanteil inklusive Lohnnebenkosten wirklich ist, und warum gestrichene Stunden die Quote verschlechtern können, statt sie zu verbessern.

## Die kostenlose Stufe, die zuerst dran ist

**70 % der Deutschen nutzen digitale Plattformen zur Restaurantsuche, aber nur 51 % greifen dafür auf eine klassische Suchmaschine zurück, laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von METRO/DISH mit 2.000 Befragten (Januar 2025).** Beide Zahlen beschreiben eine Ebene, die außer Zeit nichts kostet: ein vollständiges, aktuelles Google-Unternehmensprofil und die Gewohnheit, neue Bewertungen zügig zu beantworten. Unser [Fahrplan zum Google-Maps-Ranking](/de/blog/google-maps-ranking-gastronomie) behandelt die Profilmechanik im Detail, und [Wie viele Google-Bewertungen braucht ein Restaurant wirklich?](/de/blog/wie-viele-google-bewertungen-gastronomie) die Bewertungsseite, inklusive warum Aktualität mehr zählt als die reine Anzahl. Beides kostet kein Marketingbudget, und laut derselben Umfrage teilen 49 % der Deutschen positive Erfahrungen sogar von sich aus online, ganz ohne Kampagne.

Bevor überhaupt Geld für Anzeigen fließt, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die eigentlichen Grundlagen. Im Digitalisierungsindex Mittelstand von Telekom und techconsult, der letzten verfügbaren Welle speziell fürs Gastgewerbe (Erhebung 2021/2022, Stand also mit Vorsicht zu lesen), erreichte die Branche im Schnitt gerade 57 von 100 Indexpunkten. Konkret boten damals 57 % der Betriebe Gäste-WLAN an, aber nur 48 % eine Online-Reservierung und nur 32 % eine digitale Speisekarte. Das sind keine Marketingmaßnahmen im engeren Sinn, aber genau die Art Basis, ohne die jeder Klick auf eine Werbeanzeige ins Leere läuft: Wer online sucht und dann keine Reservierung finden kann, geht zum nächsten Treffer über.

**Bevor du ein Werbebudget einplanst**

- [ ] **Google-Unternehmensprofil vollständig**: Öffnungszeiten, Speisekarte, Fotos und Kategorie aktuell, keine verwaisten Felder.
- [ ] **Bewertungsantworten aktuell**: Neue Bewertungen werden innerhalb weniger Tage beantwortet, nicht erst gesammelt.
- [ ] **Online-Reservierung oder zumindest ein Kontaktweg**: Wer online sucht und keinen einfachen nächsten Schritt findet, sucht weiter.
- [ ] **E-Mail- oder Kontaktliste vorhanden**: Auch eine einfache Liste aus Reservierungen oder Bons reicht als Startpunkt fürs günstigste Werbemittel.

*Erst wenn diese vier Punkte stehen, macht zusätzliches Werbebudget überhaupt einen messbaren Unterschied.*

So weit von Hand zu kommen, Bewertungsantworten aktuell zu halten und herauszufinden, was ein Prozentsatz vom Umsatz für deinen Betrieb überhaupt bedeuten würde, ist ein Abend Tabellenarbeit, den die wenigsten Inhaber übrig haben. Genau das ist die Art Frage, die Super44 aus Daten beantwortet, die du schon hast: Google-Bewertungen werden automatisch synchronisiert, ein Antwortentwurf im eigenen Ton des Betriebs liegt bereit, und die angebundenen Kassendaten liefern konkrete, bezifferte Maßnahmen, statt einer geliehenen Prozentzahl zu vertrauen. Was auch immer du am Ende ausgibst, kenne zuerst deine eigenen Zahlen. Jede Zahl in diesem Artikel, die sich als unbelegt herausstellte, klang zuerst genauso plausibel wie jede andere, nur wurde sie nie an echten Restaurantumsätzen geprüft.

## FAQ

### Wie viel Prozent vom Umsatz sollte ein Restaurant fürs Marketing einplanen?

Die am häufigsten wiederholte Spanne liegt bei 3 bis 5 Prozent vom Umsatz für einen etablierten Betrieb, mehr in den ersten ein bis zwei Jahren nach der Eröffnung. Behandle das als groben Rahmen, nicht als Zielwert: Keine amtliche Statistik und keine Branchenstudie belegt die genaue Spanne, und die eigentliche Antwort hängt stärker davon ab, wie gut du deine Stammgäste hältst als vom exakten Prozentsatz.

### Woher kommt die "3 bis 5 Prozent"-Regel für das Marketingbudget?

Wir haben sie zurückverfolgt und keine Primärquelle gefunden. Der komplette DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2025 wurde Seite für Seite geprüft: Er enthält Umsatz-, Personal- und Beschäftigungskennzahlen, aber keine Zeile zu Werbe- oder Marketingkosten. Die zitierte Spanne stammt aus Branchenblogs, die sich gegenseitig als "Faustregel" zitieren, ohne eine Studie dahinter zu nennen.

### Was sagt die Gartner-Zahl von 7,7 Prozent über meinen Betrieb aus?

Wenig direkt. Gartners CMO Spend Survey 2025 fand Marketingbudgets von im Schnitt 7,7 % vom Firmenumsatz, für 2026 bereits 7,8 % - aber die befragten Unternehmen setzen im Median über eine Milliarde Dollar im Jahr um und haben eigene Marketingabteilungen mit vollständiger Erfolgsmessung. Es zeigt, was Konzerne mit CMO ausgeben, nicht, was ein einzelner Betrieb budgetieren sollte.

### Was kostet ein Google-Ads-Klick für ein Restaurant in Deutschland?

Eine belastbare, gastronomiespezifische deutsche Primärquelle dafür gibt es nicht. Agentur-Benchmarks (nicht unabhängig geprüft) nennen für typische Gastronomie-Keywords wie "Restaurant München" oder "Mittagstisch in der Nähe" 0,50 bis 1,20 Euro pro Klick. Behandle das als Anhaltspunkt, nicht als gemessenen Wert.

### Sollte ich lieber in Neukunden oder in Stammgäste investieren?

Für die meisten unabhängigen Betriebe zuerst in die Gäste, die du schon hast. Amerikanische Toast/Resy-Daten von 2026 zeigen, dass die treuesten 7 % der Gäste bis zur Hälfte des Bestellvolumens ausmachen können, und ein Sternchen mehr Bewertung ist bei unabhängigen Restaurants mit 5 bis 9 % mehr Umsatz verbunden (Harvard-Studie zu Yelp-Bewertungen). Neukundengewinnung zahlt sich erst aus, wenn Bindung und Reputation stimmen.

### Was ist die günstigste Marketingmaßnahme für einen kleinen Betrieb?

Ein vollständiges, aktuelles Google-Unternehmensprofil und schnelle Antworten auf neue Bewertungen kosten nichts außer Zeit. Laut der METRO/DISH-Umfrage nutzen 70 % der Deutschen digitale Plattformen zur Restaurantsuche, und 49 % teilen positive Erfahrungen selbst online - beides Hebel, die vor jedem bezahlten Kanal an der Reihe sind.

## Sources

1. [DEHOGA Bundesverband - Zahlenspiegel IV/2025 (PDF)](https://www.dehoga-bundesverband.de/fileadmin/Startseite/04_Zahlen___Fakten/DEHOGA-Zahlenspiegel_4._Quartal_2025.pdf) — Vollständig geprüft auf eine Werbe- oder Marketingkosten-Kennzahl; enthält nur Umsatz-, Personal- und Beschäftigungsdaten
2. [consult-gastro.de - Marketing Gastronomie Leitfaden](https://consult-gastro.de/marketing-gastronomie/) — Zitierte Faustregel "3 bis 5 Prozent des Jahresumsatzes" ohne genannte Primärstudie
3. [Gartner - 2025 CMO Spend Survey (via BusinessWire)](https://www.businesswire.com/news/home/20250512782208/en/Gartner-2025-CMO-Spend-Survey-Reveals-Marketing-Budgets-Have-Flatlined-at-7.7-of-Overall-Company-Revenue) — Marketingbudgets bei 7,7 % vom Firmenumsatz 2025, 402 befragte Marketingverantwortliche, Median-Umsatz über 1 Mrd. USD
4. [Gartner Newsroom - 2026 CMO Spend Survey](https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2026-05-11-gartner-2026-cmo-spend-survey-finds-cmos-allocate-15-point-3-percent-of-marketing-budgets-to-ai-but-only-30-percent-are-ready-to-scale-ai-capabilities) — Marketingbudgets steigen 2026 auf 7,8 % vom Firmenumsatz; über 400 befragte Marketingverantwortliche, Jan-Mär 2026, Median-Umsatz über 1 Mrd. USD, veröffentlicht 11. Mai 2026
5. [Deutsche Telekom / techconsult - Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022, Gastgewerbe](https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/digitalisierungsindex-mittelstand-2021-2022-fuer-gastronomie-1007628) — Indexwert 57 von 100 Punkten fürs Gastgewerbe; 57 % Gäste-WLAN, 48 % Online-Reservierung, 32 % digitale Speisekarte (Erhebung Aug-Sep 2021, n>2.000 Mittelstandsbetriebe)
6. [Gastgewerbe-Magazin - METRO/DISH-Umfrage mit YouGov zur digitalen Gastronomie](https://gastgewerbe-magazin.de/repraesentative-umfrage-zur-digitalen-gastronomie-die-gaeste-sind-bereit-52055) — Repräsentative Befragung von 2.000 Personen ab 18 Jahren, Januar 2025: 70 % nutzen digitale Plattformen zur Restaurantsuche, 51 % Suchmaschinen, 35 % (unter 45) vs. 8 % (über 45) soziale Medien, 49 % teilen Erfahrungen online, 50 % haben online reserviert
7. [rankPilot - Google Ads Kosten](https://rankpilot.de/blog/google-ads-kosten) — Agentur-Benchmark für Gastronomie-Keywords in Deutschland: 0,50-1,20 Euro pro Klick; keine primäre Google-Quelle
8. [Inxmail - E-Mail-Marketing-Benchmark 2026](https://www.inxmail.de/de/wissen/blog/e-mail-marketing-benchmark-2026/) — Basierend auf rund 4 Milliarden anonymisierten E-Mails/342.400 Mailings in DE/AT/CH 2025; Öffnungsrate Tourismus 51,2 % (höchste von 15 Branchen) - Tourismus, nicht Gastronomie
9. [gastivo.de - Gastronomie-Kennzahlen kennen und richtig bewerten](https://www.gastivo.de/wissenswertes/gastronomie-kennzahlen-kennen-und-richtig-bewerten/) — Wareneinsatz höchstens 30 %, Wareneinsatz plus Personalkosten höchstens 60 % vom Umsatz als Branchenkonvention; keine Werbekosten-Kennzahl enthalten
10. [Resy - The Regulars Report 2026](https://blog.resy.com/newsroom/the-regulars-report-2026-resy-toast/) — US-Daten von Toast POS und Resy-Reservierungen: bis zu 50 % des Bestellvolumens kann von nur 7 % der Gäste kommen; derselbe Bericht definiert einen "Regular" als Gast mit drei oder mehr Besuchen innerhalb von drei Jahren
11. [Fast Casual - 7 % der Restaurantgäste treiben bis zu 50 % des Bestellvolumens](https://www.fastcasual.com/news/7-of-restaurant-guests-drive-up-to-50-of-order-volume/) — Berichterstattung über den Toast/Resy Regulars Report 2026, inklusive der Rückkehrquote nach Treueprogramm-Beitritt (von rund 7 % auf fast 30 %)
12. [Yelp - Harvard-Studie zeigt, dass Yelp die Nachfrage für unabhängige Restaurants steigert](https://blog.yelp.com/news/harvard-study-yelp-drives-demand-for-independent-restaurants/) — Zitiert Michael Lucas Harvard-Business-School-Arbeitspapier 12-016: ein Stern mehr Bewertung ist mit 5-9 % mehr Umsatz verbunden, konzentriert bei unabhängigen Restaurants
