# SumUp Gebühren & Kosten 2026: Was du wirklich zahlst

> SumUp berechnet in Deutschland 1,39 % pro Vor-Ort-Zahlung, mit Zahlungen Plus für 19 € im Monat nur 0,79 %. Wofür der Rabatt gilt, beschreiben SumUps eigene Seiten allerdings unterschiedlich, und der Unterschied verschiebt den Break-even um über 800 € Monatsumsatz.

- Author: Alex Riesenkampff (Super44)
- Published: 2026-08-12
- Canonical: https://super44.ai/de/blog/sumup-kosten

## Key takeaways

- SumUp berechnet in Deutschland 1,39 % pro Vor-Ort-Kartenzahlung ohne Grundgebühr, oder 0,79 % mit dem Tarif Zahlungen Plus für 19 € im Monat. Auf beiden Tarifen gibt es keine feste Cent-Gebühr pro Transaktion (SumUp Preisseite, geprüft am 12. August 2026).
- SumUps beiden deutschen Preisseiten beschreiben den Rabatt unterschiedlich: Die Preisseite nennt 0,79 % für "inländische EC- und Kreditkarten" und 1,39 % für "Premium-Karten, internationale Karten und American Express", die Seite zu Zahlungen Plus schließt dagegen nur "EU-fremde Karten" sowie Firmen- und Premiumkarten aus.
- Der Unterschied ist nicht akademisch: Nach der Preisseite zahlt eine französische Verbraucherkarte 1,39 %, nach der Tarifseite 0,79 %. Für ein Café mit 20 % EU-Auslandskarten verschiebt das den Break-even von 3.231 € auf 4.060 € Monatsumsatz, also um 829 €.
- Zahlungen Plus lohnt sich ab 3.167 € begünstigtem Monatsumsatz. Bei 15.000 € Kartenumsatz kostet die strengere Lesart 18 € im Monat mehr als die weite, also 216 € im Jahr, ohne dass sich am Tarif etwas ändert.
- Die 19 € für Zahlungen Plus tragen auf SumUps Preisseite keine MwSt.-Kennzeichnung, während 39 € (zzgl.), 25 € (inkl.) und 5 € (zzgl.) auf derselben Seite gekennzeichnet sind. Wären die 19 € netto, läge der Break-even bei 3.768 € statt 3.167 €, ein Unterschied von rund 600 € Monatsumsatz.

Wer nach den Gebühren von SumUp sucht, findet zwei Zahlen: 1,39 % pro Vor-Ort-Zahlung ohne Grundgebühr, oder 0,79 % mit dem Tarif Zahlungen Plus für 19 € im Monat. **Beide stimmen, und keine von beiden ist der Satz, den ein Café, eine Bar oder eine Bäckerei am Monatsende tatsächlich zahlt, weil die 0,79 % nur für einen Teil der Karten gelten und SumUps eigene deutsche Seiten unterschiedlich beschreiben, für welchen: Die Preisseite begünstigt "inländische EC- und Kreditkarten", die Tarifseite nimmt nur "EU-fremde" Karten aus.** Wie viel dich dieser Unterschied kostet, hängt von deinem Kartenmix ab, und der steht auf keiner Preisseite.

Dieser Beitrag rechnet den effektiven Gesamtsatz für einen deutschen Gastronomiebetrieb bei realistischen Umsätzen durch, auf Basis der von SumUp veröffentlichten Preise, geprüft am 12. August 2026, und zeigt, was die beiden Lesarten jeweils kosten. Super44 verkauft keine Kartenterminals und verdient nichts an der Zahlungsabwicklung; das hier ist die Rechnung, die die Preisseite dir selbst überlässt.

## Welche Gebühren SumUp in Deutschland berechnet

SumUp führt in Deutschland zwei Tarife für die Zahlungsabwicklung, und nur einer davon hat eine Grundgebühr. **Das umsatzbasierte Zahlen kostet 0 € im Monat und 1,39 % je Vor-Ort-Zahlung, Zahlungen Plus kostet 19 € im Monat und senkt den Satz auf 0,79 % für übliche Verbraucherkarten.** Online-Zahlungen über Zahlungslinks, Bookings und andere digitale Produkte kosten auf beiden Tarifen 2,50 %, ein Abo bringt dort also nichts.

Was zwischen den Tarifen gleich bleibt, ist für einen Gastronomiebetrieb genauso wichtig wie das, was sich ändert. Es gibt auf keinem der beiden Tarife eine feste Cent-Gebühr pro Transaktion. Für einen Betrieb mit kleinem Durchschnittsbon ist das mehr wert als ein Zehntelpunkt auf der Rate: Eine Festgebühr von 8 Cent entspricht bei einem 3,50-€-Kaffee einem Aufschlag von 2,29 %, bei einem 32-€-Abendessen dagegen nur 0,25 %. Reine Prozentsätze sind strukturell auf kleine Bons zugeschnitten.

**SumUp Deutschland, veröffentlichte Sätze nach Tarif und Zahlungsart, geprüft am 12. August 2026**

| Zahlungsart | Umsatzbasiert | Zahlungen Plus |
| --- | --- | --- |
| Monatliche Grundgebühr | 0 € | 19 € |
| Vor Ort, inländische EC- oder Kreditkarte | 1,39 % | 0,79 % |
| Vor Ort, Karte aus dem EU-Ausland | 1,39 % | strittig, siehe unten |
| Vor Ort, Karte von außerhalb der EU | 1,39 % | 1,39 % |
| Vor Ort, Firmenkarte | 1,39 % | 1,39 % |
| Vor Ort, Premiumkarte oder Amex | 1,39 % | 1,39 % |
| Vor Ort, SumUp Card | 0,00 % | 0,00 % |
| Online (Zahlungslinks, Bookings) | 2,50 % | 2,50 % |
| Feste Gebühr je Transaktion | keine | keine |

*Quelle: SumUp Preisseite und Seite zu Zahlungen Plus, geprüft am 12. August 2026. Die Zeile zu Karten aus dem EU-Ausland ist als strittig gekennzeichnet, weil die beiden Seiten sie unterschiedlich behandeln. Ohne die separat berechneten Zusatzabos Kassensystem Plus, Geschäftskonto Plus und Rechnungen Plus.*

Für die Kartenterminals selbst gilt Kauf statt Miete: Tap to Pay ohne Gerät kostet 0 €, Solo Lite 34 €, Solo 79 € und das Terminal 169 €, jeweils zzgl. MwSt. Akzeptiert werden laut SumUp Girocard, Visa, V Pay, Mastercard, Maestro, American Express, Discover, Diners Club, Union Pay, Google Pay und Apple Pay. Die Girocard ist dabei die wichtigste Zeile, weil sie in Deutschland den größten Teil der Kartenzahlungen trägt.

## Wofür die 0,79 % gelten, und wofür nicht

Der Rabatt gilt nicht für deinen Umsatz, sondern für einen Teil davon. **SumUp schreibt auf seiner eigenen Seite zu Zahlungen Plus: "Bei Vor-Ort-Zahlungen mit EU-fremden Karten bzw. Firmen- oder Premiumkarten (einschließlich American Express) wird eine Gebühr in Höhe von 1,39 % erhoben."** Als Verbraucherkarte definiert SumUp im FAQ derselben Seite "eine Debit- oder Kreditkarte, die auf eine Einzelperson und nicht auf ein Unternehmen oder eine Organisation registriert ist".

Diese Definition zieht die Grenze an einer anderen Stelle, als die meisten Betriebe erwarten. Sie unterscheidet nicht zwischen Debit- und Kreditkarte, sondern danach, auf wen die Karte läuft. Eine gewöhnliche private Kreditkarte bekommt die 0,79 % genauso wie die Girocard. Die Firmenkarte des Außendienstlers, der mittags mit drei Kollegen isst, bekommt sie nicht, und dasselbe gilt für jede Amex.

Unstrittig ist damit nur ein Teil des Bildes. Firmen-, Premium- und Amex-Karten sind auf beiden SumUp-Seiten ausgenommen, inländische Privatkarten sind auf beiden begünstigt. Uneinheitlich ist allein die Behandlung von Karten aus dem EU-Ausland, und genau die entscheidet bei einem gästestarken Standort über den größeren Teil der Rechnung. Der nächste Abschnitt rechnet beide Varianten durch.

Für die Praxis heißt das: Der Ausschluss trifft nicht zufällig verteilte Zahlungen, sondern eine bestimmte Sorte Gast. Ein Mittagsgeschäft in einem Gewerbegebiet hat einen strukturell höheren Firmenkartenanteil als ein Sonntagsbrunch im Wohnviertel, und zwar dauerhaft, nicht schwankend. Genau deshalb lässt sich die Frage, ob sich Zahlungen Plus lohnt, nicht aus dem Umsatz allein beantworten.

Ein Punkt gehört zur Ehrlichkeit dazu: SumUp nennt die Girocard im Text zur Tarifberechtigung nicht namentlich. Dass eine auf eine Privatperson ausgestellte Girocard unter "übliche Verbraucherkarte" fällt, folgt aus SumUps eigener Definition, ist aber keine wörtliche Zusage des Anbieters. Wer den größten Teil seines Umsatzes über die Girocard abwickelt, sollte sich das vor Abschluss schriftlich bestätigen lassen.

## Die beiden SumUp-Seiten widersprechen sich

An genau der Stelle, die über den Break-even entscheidet, sagen SumUps eigene deutsche Seiten zwei verschiedene Dinge. **Die Preisseite nennt "0,79 % für Vor-Ort-Zahlungen mit inländischen EC- und Kreditkarten" und "1,39 % für Vor-Ort-Zahlungen mit Premium-Karten, internationalen Karten und American Express", während die Seite zu Zahlungen Plus den vollen Satz nur bei "EU-fremden Karten bzw. Firmen- oder Premiumkarten" erhebt.** Das ist nicht dieselbe Aussage, und der Unterschied ist eine ganze Kartenkategorie groß.

Der Testfall ist die französische Verbraucherkarte des Touristen an der Theke. Nach dem Wortlaut der Preisseite ist sie eine internationale Karte und kostet 1,39 %. Nach dem Wortlaut der Tarifseite ist sie nicht EU-fremd und kostet 0,79 %. Beide Sätze stehen zeitgleich auf sumup.com, beide sind aktuell, und ein Betrieb kann aus ihnen nicht ableiten, welcher Preis für ihn gilt.

**Was ein Stadtcafé mit 20 % EU-Auslandskarten und 2 % Amex zahlt, je nachdem welche SumUp-Seite recht behält**

| Kartenumsatz pro Monat | Lesart Preisseite (22 % ausgeschlossen) | Lesart Tarifseite (2 % ausgeschlossen) | Unterschied pro Jahr |
| --- | --- | --- | --- |
| 3.000 € | 1,56 % | 1,44 % | 43 € |
| 5.000 € | 1,30 % | 1,18 % | 72 € |
| 8.000 € | 1,16 % | 1,04 % | 115 € |
| 15.000 € | 1,05 % | 0,93 % | 216 € |
| 25.000 € | 1,00 % | 0,88 % | 360 € |
| 40.000 € | 0,97 % | 0,85 % | 576 € |

*Eigene Berechnung aus den veröffentlichten Sätzen (0,79 % begünstigt, 1,39 % nicht begünstigt, 19 € Grundgebühr), geprüft am 12. August 2026. Unterstellt sind 20 % Kartenumsatz auf im EU-Ausland ausgegebenen Verbraucherkarten und 2 % auf American Express. Der Unterschied entsteht allein daraus, welche der beiden SumUp-Formulierungen gilt.*

Auch der Break-even hängt daran. Nach der weiten Lesart trägt sich das Abo ab 3.231 € Monatsumsatz, nach der strengen erst ab 4.060 €. Das sind 829 € Umsatz Unterschied für denselben Tarif, und ein Betrieb, der dazwischen liegt, weiß schlicht nicht, ob er gerade drauflegt.

Zum Vergleich lohnt der Blick nach Großbritannien, wo SumUp dieselbe Tarifmechanik verkauft: Dort ist die Formulierung eindeutig, aber streng. Jede außerhalb Großbritanniens ausgegebene Karte gilt als international, ausdrücklich einschließlich aller EWR-Karten. Die britische Seite ist damit klarer als die deutschen, und die Klarheit fällt zuungunsten des Betriebs aus. Für die deutsche Planung ist die vernünftige Annahme deshalb die strengere Lesart, und die freundlichere gehört vor Vertragsschluss schriftlich bestätigt.

Dass die Grenze überhaupt irgendwo verläuft, ist regulatorisch angelegt: Die EU-Verordnung 2015/751 deckelt das Interbankenentgelt bei Verbraucherkarten auf 0,2 % für Debit- und 0,3 % für Kreditkarten, und Firmen-, Premium- und Drittstaatenkarten fallen nicht darunter. Wo ein Anbieter die Linie zieht, ist trotzdem seine Entscheidung, und sie gehört eindeutig auf die Preisseite.

## Was SumUp bei deinem Umsatz wirklich kostet

Der effektive Gesamtsatz ist die Grundgebühr verteilt auf deinen Umsatz plus der gemischte Transaktionssatz über deinen Kartenmix. **Bei 5.000 € monatlichem Kartenumsatz und einem Amex-Anteil von 2 % kostet Zahlungen Plus effektiv 1,18 %, also rund 130 € Ersparnis im Jahr gegenüber dem umsatzbasierten Tarif; bei 2.000 € Umsatz zahlst du mit demselben Abo dagegen etwa 87 € im Jahr drauf.** Die 19 € brauchen Volumen, um sich zu verteilen.

**Effektiver Gesamtsatz mit Zahlungen Plus nach Monatsumsatz und Anteil nicht begünstigter Karten, gegenüber 1,39 % ohne Abo**

| Kartenumsatz pro Monat | nur Verbraucherkarten | 5 % nicht begünstigt | 10 % nicht begünstigt | 20 % nicht begünstigt | ohne Abo |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2.000 € | 1,74 % | 1,77 % | 1,80 % | 1,86 % | 1,39 % |
| 3.000 € | 1,42 % | 1,45 % | 1,48 % | 1,54 % | 1,39 % |
| 5.000 € | 1,17 % | 1,20 % | 1,23 % | 1,29 % | 1,39 % |
| 8.000 € | 1,03 % | 1,06 % | 1,09 % | 1,15 % | 1,39 % |
| 15.000 € | 0,92 % | 0,95 % | 0,98 % | 1,04 % | 1,39 % |
| 25.000 € | 0,87 % | 0,90 % | 0,93 % | 0,99 % | 1,39 % |
| 40.000 € | 0,84 % | 0,87 % | 0,90 % | 0,96 % | 1,39 % |

*Eigene Berechnung aus den von SumUp veröffentlichten Sätzen (0,79 % begünstigt, 1,39 % nicht begünstigt, 19 € Grundgebühr), geprüft am 12. August 2026. Nicht begünstigt heißt in jedem Fall Firmen-, Premium- und Amex-Karten; ob Karten aus dem EU-Ausland dazuzählen, beschreiben SumUps beide Seiten unterschiedlich. Ohne Online-Zahlungen, die auf beiden Tarifen 2,50 % kosten.*

Die beiden oberen Zeilen sind die interessanten. Bei 2.000 € Monatsumsatz ist Zahlungen Plus in jeder Spalte teurer als der Tarif ohne Grundgebühr. Bei 3.000 € kippt es je nach Kartenmix: mit reinen Verbraucherkarten liegt der Betrieb noch knapp darunter, mit 5 % nicht begünstigten Karten zahlt er bereits drauf. Erst ab etwa 5.000 € ist die Entscheidung unabhängig vom Kartenmix eindeutig.

Der Break-even lässt sich auch direkt ausrechnen. Die 19 € kaufen 0,60 Prozentpunkte, brauchen also 3.167 € begünstigten Umsatz, um sich zu tragen. Umgerechnet auf den Gesamtumsatz verschiebt sich die Schwelle mit dem Kartenmix: 3.231 € bei 2 % nicht begünstigten Karten, 3.333 € bei 5 %, 3.519 € bei 10 % und 3.958 € bei 20 %.

**Lohnt sich Zahlungen Plus, und schlägt SumUp deinen heutigen Satz?** *(interactive calculator in the web version)*

Example (Kartenumsatz vor Ort pro Monat: 6,000 €, Dein heutiger effektiver Gesamtsatz: 1 %, Anteil nicht begünstigter Karten (Firmen, Premium, Amex, Ausland): 5 %):

- Was du heute pro Monat zahlst: 83 €
- SumUp ohne Abo, pro Monat: 83 €
- SumUp mit Zahlungen Plus, pro Monat inkl. 19 €: 68 €
- Ersparnis pro Jahr mit der günstigeren SumUp-Variante: 182 €

*Basiert auf den von SumUp veröffentlichten deutschen Sätzen, geprüft am 12. August 2026. Trag als heutigen Satz den effektiven Wert aus deiner eigenen Abrechnung ein, also Gesamtgebühren geteilt durch Gesamtkartenumsatz, nicht den Satz, der dir einmal genannt wurde: Das sind selten dieselben Zahlen. Ein negativer Jahreswert heißt, dass dein aktueller Vertrag besser ist als SumUps Listenpreis, und genau das ist das stärkste Argument, wenn du deinen jetzigen Anbieter um eine Verbesserung bittest. Gilt nur für Vor-Ort-Zahlungen; Online-Zahlungen kosten auf beiden Tarifen 2,50 %.*

Wenn du deinen Anteil nicht begünstigter Karten nicht kennst, ist das die Zahl, die du vor jeder Entscheidung suchen solltest. Sie steht in der Monatsabrechnung, und sie schwankt bei den meisten Betrieben deutlich weniger als der Umsatz selbst.

Ein Kostenfaktor, der in keiner Prozentrechnung auftaucht, ist die Auszahlungsdauer. SumUp nennt für die Standardauszahlung zwei bis drei Werktage; wer das kostenlose SumUp-Geschäftskonto nutzt, bekommt Auszahlungen für Zahlungen über die Kartenterminals und Tap to Pay laut Anbieter bereits am nächsten Tag, ausdrücklich auch an Wochenenden und Feiertagen. Für einen Betrieb, der freitags und samstags den Großteil seines Wochenumsatzes macht und montags Lieferanten zahlt, sind zwei Tage Unterschied ein realer Liquiditätsvorteil, auch wenn sich an der Gebühr nichts ändert. Umgekehrt kostet das Geschäftskonto in der kostenlosen Variante zwar nichts, berechnet aber 2 % auf Bargeldabhebungen über das Freikontingent hinaus und 2,5 % auf Bareinzahlungen, was für einen bargeldstarken Betrieb schnell mehr ausmacht als der Unterschied zwischen den beiden Tarifen.

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## Ab 10.000 € Umsatz ist der Listenpreis nur noch ein Startwert

Beide bisher genannten Sätze gelten für Betriebe, die nichts anderes vereinbaren. **SumUp weist auf derselben Preisseite einen dritten Weg aus: "Sie setzen monatlich mindestens 10.000 € um? Dann profitieren Sie von maßgeschneiderten Gebühren und flexiblen Konditionen", und bewirbt diesen individuellen Tarif ausdrücklich als Alternative zu den 1,39 % und zum Abo.** Oberhalb dieser Schwelle ist der veröffentlichte Satz damit eine Obergrenze, von der aus verhandelt wird, und kein Preis.

Praktisch heißt das zweierlei. Wer über 10.000 € Kartenumsatz im Monat liegt und weiter 1,39 % zahlt, zahlt den Preis für Betriebe ohne Verhandlungsposition. Und wer vergleicht, sollte den individuellen Tarif erfragen, bevor er die Tabellenwerte gegen ein Konkurrenzangebot stellt, weil sonst der falsche Satz im Vergleich landet. Ein Zehntel Prozentpunkt ist bei 15.000 € Monatsumsatz 180 € im Jahr: kein Grund für einen Systemwechsel, aber genug für ein vorbereitetes Telefonat. Wie sich zwei Anbieter dabei gegeneinanderstellen lassen und welche Zahlen man dafür braucht, steht in unserem [unabhängigen Kassensystem-Vergleich](/de/blog/kassensystem-gastronomie).

## Die 19 €, die keine MwSt.-Kennzeichnung tragen

Auf derselben Preisseite stehen vier Preise, und drei davon sagen, ob sie netto oder brutto sind. **Kassensystem Plus ist mit 39 € "zzgl. MwSt." ausgewiesen, Geschäftskonto Plus mit 25 € "inkl. MwSt." und Rechnungen Plus mit 5 € "zzgl. MwSt.", während die 19 € für Zahlungen Plus auf der Preisseite und auf der Tarifseite ohne jede Kennzeichnung stehen.** Bei einem Abo, dessen ganzer Zweck ein Break-even ist, ist das kein Schönheitsfehler.

Die Größenordnung: Wären die 19 € netto, entspräche das 22,61 € brutto, und der Break-even verschöbe sich von 3.167 € auf 3.768 € begünstigten Monatsumsatz. Das sind gut 600 € Umsatz Unterschied, allein aus einer fehlenden Kennzeichnung. Für einen Betrieb, der ohnehin knapp über der Schwelle liegt, entscheidet diese eine Angabe darüber, ob sich das Abo trägt.

Der Mix aus netto und brutto auf einer einzigen Seite ist dabei typisch für den deutschen Markt und einer der Gründe, warum sich Anbieterpreise so schlecht vergleichen lassen. Ein netto ausgewiesener Preis wirkt neben einem brutto ausgewiesenen um 19 % günstiger, ohne es zu sein. Wer zwei Angebote nebeneinanderlegt, sollte beide zuerst auf dieselbe Basis bringen, und im Zweifel netto rechnen, weil die Vorsteuer für einen vorsteuerabzugsberechtigten Betrieb ohnehin durchläuft. Wie sich dieselbe Frage über den ganzen Kostenstapel eines Kassensystems zieht, zeigt unser [Vergleich der Kassensystem-Kosten](/de/blog/kassensystem-kosten-vergleich).

## Kassensystem, TSE und die Laufzeit, die auf keiner Preisseite steht

Wer SumUp nicht nur als Terminal, sondern als Kasse nutzt, kauft einen zweiten Vertrag mit anderen Regeln. **Der Zahlungsvertrag und Zahlungen Plus sind laut SumUp jederzeit kündbar, die Geschäftsbedingungen für die Kassensystem-Services sehen dagegen eine erste Abonnementlaufzeit vor, bei deren vorzeitiger Kündigung die Gebühren bis zum Laufzeitende weiterzuzahlen sind.** Wörtlich heißt es dort, man könne das Abonnement "nach Ablauf der ersten Abonnementlaufzeit jederzeit stornieren" und sei bei früherer Kündigung "zur Fortzahlung der Abonnementgebühren bis zum Ende der Abonnementlaufzeit verpflichtet".

Wie lang diese erste Laufzeit ist, steht weder auf der Preisseite noch in den öffentlich zugänglichen Bedingungen in Monaten ausgedrückt. Das ist genau die Art offener Frage, die vor der Unterschrift zu klären ist und nicht danach: "jederzeit kündbar" gilt für die Zahlungsabwicklung, aber nicht ohne Weiteres für die Kasse.

Bei den gesetzlichen Pflichten ist die Lage besser. SumUp bewirbt sein Kassensystem als TSE-Kasse und weist die TSE nicht als separate Position aus, anders als Anbieter, die dafür einen eigenen Monatsbeitrag verlangen. Der Support-Artikel zur TSE-Aktivierung verweist ausdrücklich auf die Anforderungen der Kassensicherungsverordnung und der DSFinV-K.

Eine Lücke bleibt trotzdem, und sie ist für einen Betriebsprüfungsfall relevant. Eine dokumentierte DSFinV-K-Exportfunktion findet sich auf SumUps eigenen deutschen Seiten nicht: Der Support-Artikel zum Datenexport beschreibt ausschließlich ein DATEV-CSV-Format. Die DSFinV-K wird an anderer Stelle nur als das genannt, worauf eine Prüfung achtet, nicht als das, was das System ausgibt. Das heißt nicht, dass es den Export nicht gibt; es heißt, dass er nicht dokumentiert ist. Wer ihn braucht, und das ist bei einer unangekündigten Kassen-Nachschau jeder, sollte ihn vor dem Kauf schriftlich zusagen lassen. Was sonst noch zu den Kassenpflichten gehört, steht in unserem Beitrag zur [Kassenmeldepflicht über Mein ELSTER](/de/blog/kassenmeldepflicht-elster-nachmelden).

## Was du vor einer Entscheidung prüfen solltest

Der Tarifwechsel innerhalb von SumUp ist risikoarm, weil Zahlungen Plus monatlich läuft, sieben Tage kostenlos ist und im Dashboard gekündigt werden kann. **Die Entscheidung braucht genau vier Zahlen aus deiner eigenen Abrechnung, und die Schwelle von 3.167 € begünstigtem Umsatz entscheidet sie in einer einzigen Rechnung.** Ein Anbieterwechsel ist eine andere Übung, und die Kosten, die ihn entscheiden, stehen selten auf der Preisseite, die du vergleichst.

**Vor dem Tarif- oder Anbieterwechsel klären**

- [ ] **Anteil nicht begünstigter Karten**: Wie viel Prozent deines Kartenumsatzes läuft über Firmen-, Premium-, Amex- und Auslandskarten? Aus der Abrechnung, nicht aus dem Gefühl.
- [ ] **Welche Kartendefinition gilt**: Schriftlich bestätigen lassen, ob eine im EU-Ausland ausgegebene Verbraucherkarte 0,79 % oder 1,39 % kostet. Die beiden SumUp-Seiten sagen dazu Unterschiedliches.
- [ ] **Durchschnittsbon**: Kartenumsatz geteilt durch Transaktionszahl. Er entscheidet, ob dir eine Festgebühr pro Zahlung nützt oder schadet.
- [ ] **Online-Anteil**: Zahlungslinks und Bookings kosten auf beiden Tarifen 2,50 %. Auf diesen Umsatz spart ein Abo nichts.
- [ ] **Netto oder brutto**: Jeden Monatspreis auf dieselbe Basis bringen, bevor du Anbieter vergleichst. Auf einer Preisseite können beide Angaben nebeneinander stehen.
- [ ] **Laufzeit der Kassen-Services**: Erste Abonnementlaufzeit in Monaten und was bei vorzeitiger Kündigung fällig wird, schriftlich vor Vertragsschluss.
- [ ] **DSFinV-K-Export**: Schriftliche Zusage, dass ein vollständiger DSFinV-K-Export möglich ist, nicht nur ein DATEV-CSV.
- [ ] **Auszahlungszeit**: Wann das Geld tatsächlich ankommt, auch am Wochenende. Liquidität ist ein realer Kostenfaktor, selbst bei gleicher Rate.

*Diese Punkte gehören vor das Gespräch mit einem Anbieter, nicht hinein. Wer seine eigenen Zahlen kennt, bekommt ein anderes Angebot als wer nach dem Listenpreis fragt.*

Die Kartengebühr ist am Ende eine Zeile in einem größeren Kostenstapel, und sie ist selten die größte. Wenn dein Durchschnittsbon die Zahl ist, die hier den Ausschlag gibt, fängst du besser bei der Kalkulation an: Unser [Rechner für die Speisekartenkalkulation](/de/blog/speisekarte-kalkulieren-wareneinsatz-rechner) zeigt, wie stark der Wareneinsatz je Gericht auf dieselbe Marge wirkt, und die [Personalkosten-Benchmarks 2026](/de/blog/personalkosten-gastronomie-benchmarks) decken die Position ab, die sich in fast jedem Betrieb vor der Kartengebühr bewegen lässt.

Und wenn du deinen effektiven Satz kennst und ihn nicht selbst verhandeln willst: Super44 kann dir eine individuelle SumUp-Kondition auf Basis deines tatsächlichen Umsatzes erstellen, die gegen die Listenpreise antritt. Melde dich mit deinen Zahlen, dann rechnen wir sie durch.

## FAQ

### Was kostet SumUp in Deutschland pro Kartenzahlung?

SumUp berechnet 1,39 % pro Vor-Ort-Kartenzahlung im umsatzbasierten Tarif, der keine Grundgebühr hat. Mit dem Tarif Zahlungen Plus für 19 € im Monat sinkt der Satz auf 0,79 % für übliche Verbraucherkarten. Online-Zahlungen über Zahlungslinks, Bookings und andere digitale Produkte kosten auf beiden Tarifen 2,50 %. Eine feste Cent-Gebühr pro Transaktion gibt es auf keinem der beiden Tarife.

### Für welche Karten gilt der Rabatt von 0,79 % nicht?

Firmenkarten, Premiumkarten und American Express sind auf beiden SumUp-Seiten ausgenommen und kosten 1,39 %. Uneinheitlich ist die Behandlung von Karten aus dem EU-Ausland: Die Preisseite begünstigt nur "inländische EC- und Kreditkarten" und zählt internationale Karten zum vollen Satz, die Seite zu Zahlungen Plus nimmt dagegen nur "EU-fremde" Karten aus. Für die Planung ist die strengere Lesart die sichere; die freundlichere gehört schriftlich bestätigt.

### Was sind die Nachteile von SumUp?

Drei Punkte fallen in der Praxis auf. Der Rabatt von 0,79 % gilt nur für einen Teil der Karten, und welchen genau, beschreiben SumUps eigene Seiten unterschiedlich. Online-Zahlungen kosten auf beiden Tarifen 2,50 %, ein Abo bringt dort also nichts. Und die Kassensystem-Services haben anders als der Zahlungsvertrag eine Mindestlaufzeit, bei deren vorzeitiger Kündigung die Gebühren weiterlaufen.

### Hat das Finanzamt Zugriff auf SumUp-Daten?

Nicht direkt, aber bei einer Kassen-Nachschau musst du die Daten in maschinell auswertbarer Form vorlegen können. SumUp bewirbt sein Kassensystem als TSE-Kasse und verweist auf die KassenSichV, dokumentiert auf seinen deutschen Seiten aber keine DSFinV-K-Exportfunktion: Der Support-Artikel zum Datenexport beschreibt nur ein DATEV-CSV-Format. Wer den vollständigen DSFinV-K-Export braucht, sollte ihn vor dem Kauf schriftlich zusagen lassen.

### Ab welchem Umsatz lohnt sich Zahlungen Plus?

Die 19 € kaufen eine Ersparnis von 0,60 Prozentpunkten, also rechnet sich der Tarif ab 3.167 € begünstigtem Monatsumsatz. Rechnet man einen typischen Amex-Anteil von 2 % ein, liegt der Break-even bei rund 3.231 € Gesamtumsatz. Ein Betrieb mit hohem Firmenkarten-Anteil im Mittagsgeschäft braucht mehr: bei 20 % nicht begünstigten Karten erst 3.958 €.

### Akzeptiert SumUp die Girocard?

Ja. SumUp listet für seine Kartenterminals in Deutschland Girocard, Visa, V Pay, Mastercard, Maestro, American Express, Discover, Diners Club, Union Pay, Google Pay und Apple Pay. Das ist für die Kostenrechnung wesentlich, weil die Girocard in Deutschland den größten Teil der Kartenzahlungen ausmacht. SumUp nennt die Girocard allerdings im Text zur Tarifberechtigung nicht namentlich.

## Sources

1. [SumUp - Preise (Deutschland)](https://www.sumup.com/de-de/preise/) — Umsatzbasiertes Zahlen 1,39 % ohne Grundgebühr; Zahlungen Plus 19 € im Monat; Kassensystem Plus 39 € (zzgl. MwSt.); Geschäftskonto Plus 25 € (inkl. MwSt.); Rechnungen Plus 5 € (zzgl. MwSt.). Diese Seite formuliert den Rabatt als "0,79 % für Vor-Ort-Zahlungen mit inländischen EC- und Kreditkarten" und den vollen Satz als "1,39 % für Vor-Ort-Zahlungen mit Premium-Karten, internationalen Karten und American Express"; außerdem 0,00 % für Zahlungen mit einer SumUp Card. Geprüft am 12. August 2026.
2. [SumUp - Zahlungen Plus](https://www.sumup.com/de-de/zahlungen-plus/) — 0,79 % statt 1,39 % für Vor-Ort-Zahlungen mit üblichen Verbraucherkarten; 1,39 % bei EU-fremden Karten sowie Firmen- oder Premiumkarten einschließlich American Express; Online-Zahlungen 2,50 %; Definition der Verbraucherkarte als auf eine Einzelperson registrierte Debit- oder Kreditkarte; 7 Tage kostenlos, jederzeit kündbar. Weicht bei der Behandlung von EU-Auslandskarten von der Preisseite ab, die auf "inländische" Karten abstellt. Geprüft am 12. August 2026.
3. [SumUp - Kartenterminals](https://www.sumup.com/de-de/kartenterminals/) — Akzeptierte Zahlungsarten Girocard, Visa, V Pay, Mastercard, Maestro, American Express, Discover, Diners Club, Union Pay, Google Pay, Apple Pay; Tap to Pay 0 €, Solo Lite 34 €, Solo 79 €, Terminal 169 €, jeweils zzgl. MwSt. Geprüft am 12. August 2026.
4. [SumUp - Kassensystem](https://www.sumup.com/de-de/kassensystem-kasse/) — Kassensystem Plus 39 € im Monat zzgl. MwSt.; Hardware-Sets Basic 399 €, Starter-Kit 549 €, Complete Set 599 €, Retail Set 649 € netto mit ausgewiesenem Bruttopreis; Aussage zur TSE-Konformität; Hardware wird gekauft, nicht gemietet. Geprüft am 12. August 2026.
5. [SumUp - Geschäftsbedingungen für Kassensystem-Services](https://www.sumup.com/de-de/bedingungen/kassensystem-services/) — Abschnitt 9 (Laufzeit, Verlängerung und Stornierung des Abonnements) - Kündigung jederzeit erst nach Ablauf der ersten Abonnementlaufzeit; bei früherer Kündigung Fortzahlung der Abonnementgebühren bis zum Ende der Laufzeit. Geprüft am 12. August 2026.
6. [SumUp - Support Center, DATEV-Export-Funktion](https://help.sumup.com/de-DE/pos/articles/75000113023-datev-export-funktion) — Beschreibt ausschließlich ein DATEV-CSV-Exportformat für das Kassensystem Pro; DSFinV-K wird in diesem Artikel nicht als Exportformat genannt. Geprüft am 12. August 2026.
7. [SumUp - Support Center, TSE-Aktivierung](https://help.sumup.com/de-DE/pos/articles/75000113134-tse-aktivierung-) — Verweist auf die Anforderungen der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) und der DSFinV-K im Rahmen der Belegprüfung. Geprüft am 12. August 2026.
8. [SumUp - Geschäftskonto](https://www.sumup.com/de-de/geschaeftskonto/) — Kostenloses Geschäftskonto; Auszahlungen am nächsten Tag für Zahlungen über SumUp Kartenterminals und Tap to Pay, auch an Wochenenden und Feiertagen; 2 % auf Bargeldabhebungen über das Freikontingent hinaus, 2,5 % auf Bareinzahlungen. Geprüft am 12. August 2026.
9. [SumUp - Payments Plus (Großbritannien)](https://www.sumup.com/en-gb/payments-plus/) — Britische Fassung desselben Tarifs - dort gilt der Rabatt nur für in Großbritannien ausgegebene Verbraucherkarten, und jede im Europäischen Wirtschaftsraum ausgegebene Karte zählt ausdrücklich als international. Grundlage für den Ländervergleich in diesem Beitrag. Geprüft am 12. August 2026.
10. [EUR-Lex - Verordnung (EU) 2015/751 über Interbankenentgelte](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2015/751/oj/eng) — Interchange-Deckel von 0,2 % für Debit- und 0,3 % für Kreditkarten bei Verbraucherkarten; Firmenkarten und Karten aus Drittstaaten fallen nicht unter den Deckel.
