orderbird Kosten 2026: Der Preis gilt nur mit Kartenzahlung
orderbird PRO kostet ab 99,90 € netto im Monat, aber nur wenn du gleichzeitig die orderbird-Kartenzahlung buchst. Ohne sie sind es 119,90 €. Was die Kartenzahlung pro Transaktion kostet, veröffentlicht orderbird an keiner Stelle.
Alex Riesenkampff
12. August 2026 · 14 Min. Lesezeit · Markdown
orderbird PRO kostet laut eigener Preisseite ab 99,90 € netto im Monat, und die Seite nennt die Pakete, die Laufzeit und den Leistungsumfang offen. Entscheidend ist der Satz hinter dem Sternchen: Die angegebenen Preise gelten nur, wenn gleichzeitig die orderbird-Kartenzahlung gebucht wird, sonst kostet Paket S 119,90 € statt 99,90 €, und was diese Kartenzahlung pro Transaktion kostet, veröffentlicht orderbird an keiner Stelle. Der günstigere Preis lässt sich damit nicht nachrechnen, bevor man mit dem Vertrieb gesprochen hat.
Dieser Beitrag rechnet durch, was orderbird PRO einen deutschen Gastronomiebetrieb im Monat kostet, auf Basis der von orderbird veröffentlichten Preise und AGB, geprüft am 12. August 2026. Er zeigt, wie viel der Bündelrabatt in Prozentpunkten wert ist, und was die vier möglichen Vertragslaufzeiten bedeuten, von einem Monat bis zu zehn Jahren. Super44 verkauft und vermittelt keine Kassensysteme.
Was orderbird PRO laut Preisseite kostet
orderbird verkauft drei Pakete, die sich vor allem in der Zahl der enthaltenen Geräte-Lizenzen unterscheiden. Paket S kostet 99,90 € netto im Monat mit einer Geräte-Lizenz, Paket M 139,90 € mit zwei und Paket L 169,90 € mit drei, jeweils bei 12-monatiger Laufzeit und zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. In allen drei Paketen enthalten sind Service-Lizenz, Online-TSE, Onboarding und 24/7-Notfall-Support; M und L bringen zusätzlich Kassenbuch und Gutscheinsystem, L außerdem das Reservierungssystem.
| Paket S | 99,90 € | 119,90 € | 240,00 € | 1 |
| Paket M | 139,90 € | 159,90 € | 240,00 € | 2 |
| Paket L | 169,90 € | 199,90 € | 360,00 € | 3 |
Die Add-ons stehen ebenfalls offen auf der Seite und summieren sich schnell. Eine zusätzliche Geräte-Lizenz kostet 39,90 €, das QR-Code-Bestellsystem 39,90 €, das Reservierungssystem 59,90 €, Kassenbuch und Gutscheinsystem je 19,90 €, und die Kartenzahlung auf dem Smartphone 9,90 € für die erste und 4,90 € für jede weitere Lizenz. Das digitale Menü ist kostenlos. Ein Paket S mit allen kostenpflichtigen Zusatzmodulen liegt bei 289,30 € netto, also 344,27 € brutto im Monat.
Bei Vorauszahlung gibt orderbird Monate frei: zwei geschenkte Monate beim Jahresvertrag, neun beim Drei-Jahres-Vertrag. Rechnerisch senkt das den Monatspreis von Paket S auf 83,25 € beziehungsweise 74,93 €. Beide Angaben stehen auf der Seite allerdings als Bild ohne Alternativtext, sind also für Screenreader und für automatische Auswertungen unsichtbar, was bei einem Rabatt dieser Größenordnung erwähnenswert ist.
Der Satz hinter dem Sternchen
Die Fußnote der Preisseite ändert die Bedeutung jeder Zahl darüber. Sie lautet: "Die angegebenen Kosten gelten nur, wenn gleichzeitig die orderbird-Kartenzahlung gebucht wird. Ohne Kartenzahlung fallen folgende Kosten an: für Paket S: 119,90 €, für Paket M: 159,90 € und für Paket L: 199,90 €." Der beworbene Einstiegspreis ist damit kein Softwarepreis, sondern ein Bündelpreis.
Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, und für einen Betrieb, der ohnehin ein Kartenterminal braucht, kann ein Bündel sinnvoll sein. Interessant wird es erst, wenn man ausrechnet, wie viel dieser Rabatt eigentlich wert ist. Die 20 € Aufschlag bei Paket S entsprechen bei 5.000 € monatlichem Kartenumsatz 0,40 Prozentpunkten, bei 15.000 € nur noch 0,13 und bei 40.000 € gerade einmal 0,05.
| 5.000 € | 0,40 pp | 0,60 pp |
| 10.000 € | 0,20 pp | 0,30 pp |
| 15.000 € | 0,13 pp | 0,20 pp |
| 25.000 € | 0,08 pp | 0,12 pp |
| 40.000 € | 0,05 pp | 0,07 pp |
Damit ist die Entscheidungsregel eigentlich einfach: Ein Betrieb mit 15.000 € Kartenumsatz sollte das Bündel nehmen, wenn der orderbird-Satz höchstens 0,13 Prozentpunkte über dem besten verfügbaren Alternativangebot liegt, und sonst nicht. Bei 5.000 € Umsatz ist die Toleranz mit 0,40 Prozentpunkten dreimal so groß, bei 40.000 € mit 0,05 Prozentpunkten praktisch keine mehr. Je größer der Betrieb, desto weniger ist der Rabatt wert und desto stärker zählt allein der Prozentsatz. Nur lässt sich diese Regel mit den veröffentlichten Angaben nicht anwenden.
Die Zahl, die nirgends steht
Denn der Transaktionssatz der orderbird-Kartenzahlung ist auf keiner orderbird-Seite zu finden. Die Support-Seite zu den Worldline-Konditionen nennt keinen Prozentsatz, sondern schreibt: "Für ein Beratungsgespräch und Informationen zu den Konditionen kontaktiere uns am besten per E-Mail unter beratung@orderbird.com", und die Nexi-Seite verweist Bestandskunden für die genauen Transaktionsgebühren auf ihren individuell geschlossenen Vertrag. Dieselbe Auskunft findet sich auf zwei weiteren Seiten für orderbird MINI.
Das ist im Zahlungsgeschäft nicht völlig unüblich, individuell verhandelte Konditionen gibt es bei vielen Acquirern. Ungewöhnlich ist die Kombination: Ein Softwarepreis, der ausdrücklich an die Buchung des Zahlungsprodukts geknüpft ist, zusammen mit einem Zahlungsprodukt, dessen Preis nicht veröffentlicht wird. Wer die Preisseite liest, kann das günstigere von zwei Angeboten nicht bewerten, weil ein Teil des Preises fehlt.
Praktisch heißt das zweierlei, und beides lässt sich in einem einzigen Telefonat klären. Erstens gehört der Transaktionssatz in die erste Frage des Beratungsgesprächs, nicht in die letzte, und zwar aufgeschlüsselt nach Kartenart, weil sich hinter einem Durchschnittssatz sehr unterschiedliche Sätze für Girocard, Kreditkarte und Firmenkarte verbergen können. Zweitens lohnt sich ein Vergleich mit Anbietern, die ihren Satz veröffentlichen: ready2order nennt 1,23 % ohne Grundgebühr, SumUp 1,39 % beziehungsweise 0,79 % im Abo. Diese Zahlen sind der Maßstab, an dem das orderbird-Angebot zu messen ist.
Zur Fairness gehört: Die Kartenzahlung selbst ist bei orderbird nicht langfristig gebunden. Die Worldline-Konditionenseite nennt 30 Tage Kündigungsfrist "ohne langfristige Vertragsbindung oder monatliche Kosten". Wer das Zahlungsprodukt später kündigt, verliert allerdings die Bedingung, an die der Softwarepreis geknüpft ist, und das ist vor der Unterschrift zu klären.
Was das Paket bei deinem Umsatz kostet
Weil der Kartensatz fehlt, lässt sich nur der Fixkostenteil vollständig berechnen, und der ist bei kleinen Betrieben ohnehin der größere. Paket S kostet zusammen mit Hardware ab 499 €, auf 36 Monate verteilt, 113,76 € netto im Monat, was bei 5.000 € Kartenumsatz allein 2,28 Prozentpunkten entspricht, bei 15.000 € noch 0,76 und bei 40.000 € 0,28. Die Kartengebühr kommt auf jeden dieser Werte noch obendrauf.
| 5.000 € | 2,28 pp | 3,08 pp | 3,68 pp |
| 10.000 € | 1,14 pp | 1,54 pp | 1,84 pp |
| 15.000 € | 0,76 pp | 1,03 pp | 1,23 pp |
| 25.000 € | 0,46 pp | 0,62 pp | 0,74 pp |
| 40.000 € | 0,28 pp | 0,38 pp | 0,46 pp |
Bei der Hardware nennt orderbird einen Einstieg ab 499 € und wirbt zum 15-jährigen Bestehen damit, dass Neukunden bis zu 999 € auf das Starter-Paket sparen, das iPad, Bondrucker, Ständer und Kartenleser enthält. Solche Aktionen sind für einen Betrieb, der ohnehin gerade kauft, echtes Geld, und für einen Kostenvergleich trotzdem heikel: Ein Aktionspreis senkt die Anschaffung einmalig, ändert aber nichts an den monatlichen Positionen, die über drei oder fünf Jahre den größeren Teil der Rechnung ausmachen. Wer zwei Angebote vergleicht, sollte die Hardware deshalb getrennt von den laufenden Kosten bewerten und beim Rabatt darauf achten, ob er an eine längere Vertragslaufzeit gekoppelt ist. Genau diese Kopplung ist der Punkt, an dem ein gutes Hardware-Angebot eine teure Bindung finanziert.
Diese Tabelle hat eine Lücke, und die Lücke ist der eigentliche Befund. Bei jedem Anbieter, der seinen Kartensatz nennt, ließe sich die Zeile fertig rechnen. Hier endet sie bei den Fixkosten, und der Rest ist Verhandlungssache. Für einen Betrieb mit 5.000 € Kartenumsatz ist das besonders unangenehm, weil dort die Fixkosten mit 2,28 Prozentpunkten bereits über dem liegen, was andere Anbieter insgesamt für Software und Karte berechnen.
Was orderbird PRO dich im Monat kostet
Der Kartensatz ist hier ein Eingabefeld und keine orderbird-Angabe, weil orderbird für die eigene Kartenzahlung keinen Satz veröffentlicht. Trag den Satz ein, den dir das Beratungsgespräch nennt, und vergleiche das Ergebnis mit Anbietern, die ihren Satz offen ausweisen. Der Voreinstellungswert von 1,23 % ist der veröffentlichte Satz eines Wettbewerbers und ausdrücklich keine orderbird-Kondition. Hardware auf 36 Monate verteilt, alle Beträge netto.
Ein Monat, ein Jahr, drei Jahre oder zehn
Die AGB regeln die Laufzeit klarer als die meisten Wettbewerber, und die Bandbreite ist bemerkenswert. Nach Ziffer 8 der AGB wird der Vertrag für einen Monat, ein Jahr, drei Jahre oder zehn Jahre geschlossen, wobei die Zehn-Jahres-Variante ausdrücklich "Lifetime" heißt und mit einer üblichen Nutzungsdauer eines Kassensystems von nicht mehr als zehn Jahren begründet wird. Eine Gerätelizenz lässt sich dabei nur zusammen mit einer Servicepauschale mindestens gleicher Laufzeit erwerben.
Die Verlängerungsklausel ist die Stelle, an der es teuer werden kann. Die AGB formulieren: "Wird der Vertrag nicht gekündigt, verlängert er sich automatisch jeweils um den vereinbarten Nutzungszeitraum, wenn er nicht mit einer Frist von einem Monat vor Ablauf der initialen Vertragsdauer gekündigt wird." Eine Drei-Jahres-Lizenz verlängert sich also um weitere drei Jahre, nicht um einen Monat, und die Frist dafür beträgt vier Wochen.
Was das kostet, lässt sich beziffern. Zum Listenpreis von Paket S bindet eine Jahreslizenz 1.198,80 € netto, eine Drei-Jahres-Lizenz 3.596,40 €. Genau dieser Betrag läuft ein zweites Mal, wenn die Kündigung zu spät kommt. Und weil die Vorauszahlungsrabatte gerade die längeren Laufzeiten belohnen, führt der günstigste Monatspreis direkt in die längste Bindung.
| Paket S | 1.198,80 € | 3.596,40 € | 11.988,00 € |
| Paket M | 1.678,80 € | 5.036,40 € | 16.788,00 € |
| Paket L | 2.038,80 € | 6.116,40 € | 20.388,00 € |
Der letzte Punkt verdient Aufmerksamkeit, weil er der Intuition widerspricht. Ausgerechnet die längste Laufzeit ist die einzige, die sich nicht erneut voll bindet: Die AGB nehmen die Lifetime-Lizenz von der Verlängerungsregel aus und lassen sie nach Ablauf monatlich weiterlaufen. Wer die Bindung fürchtet und deshalb drei Jahre statt zehn wählt, wählt also die Variante, die sich am Ende erneut für drei Jahre verlängert. Was das für einen Anbieterwechsel bedeutet, behandelt unser Vergleich der Kassensystem-Kosten ausführlicher.
Die Add-ons verdienen dabei eine eigene Rechnung, weil sie den Paketpreis schnell verdoppeln. Wer zu Paket S das QR-Code-Bestellsystem, das Reservierungssystem, Kassenbuch und Gutscheinsystem bucht und eine zusätzliche Geräte-Lizenz braucht, liegt bei 289,30 € netto im Monat, also 344,27 € brutto, gegenüber den beworbenen 99,90 €. Ein Teil davon ist in den größeren Paketen schon enthalten: Paket M bringt Kassenbuch und Gutscheinsystem mit, Paket L zusätzlich das Reservierungssystem. Es lohnt sich deshalb, vor der Auswahl die tatsächlich gebrauchten Module aufzulisten und dann zu vergleichen, statt vom Einstiegspreis auszugehen. Ein Betrieb, der Reservierungen und Kassenbuch ohnehin braucht, fährt mit Paket L günstiger als mit Paket S plus Einzelmodulen, obwohl der Listenpreis das Gegenteil suggeriert.
Für orderbird MINI gilt eine eigene Struktur mit Monats-, Jahres- und Fünf-Jahres-Lizenzen. Der Support formuliert dort unmissverständlich: "Egal welches Modell Du nutzt, Deine Lizenz erneuert sich (wenn nicht schriftlich gekündigt) nach Ablauf jeweils automatisch." Bemerkenswert ist der Zusatz, dass der genaue Leistungszeitraum auf der jeweiligen Lizenzrechnung steht, also nicht allgemein veröffentlicht wird. Wer wissen will, wann sein Kündigungsfenster liegt, muss die eigene Rechnung heraussuchen.
TSE, DSFinV-K und die Meldepflicht
Bei den gesetzlichen Pflichten schneidet orderbird gut ab, und das ist eine echte Stärke des Angebots. Alle drei aktuellen PRO-Pakete enthalten die Online-TSE, die Preisseite bezeichnet sämtliche Pakete als finanzamtkonform mit zertifizierter TSE, und bei orderbird MINI ist die TSE-Aktivierung laut Support kostenfrei in der Lizenz enthalten. Für Konten, in deren Paket sie noch nicht enthalten ist, nennt der Support 199 € jährlich zuzüglich einer einmaligen Aktivierungsgebühr von 59 €, ohne auszuweisen, ob netto oder brutto.
Die technische Grundlage ist dokumentiert. Die Online-TSE stammt vom Partner fiskaly und ist seit dem 28. Mai 2021 zertifiziert, was orderbird zusammen mit den erforderlichen Mindestversionen offen kommuniziert. Nicht zu verwechseln ist fiskaly mit fiskaltrust, das auf orderbirds Seiten ausschließlich im Zusammenhang mit der österreichischen RKSV auftaucht und für den deutschen Markt keine Rolle spielt.
Ein Detail, das in Vergleichen regelmäßig durcheinandergerät, betrifft den Namen des TSE-Partners. orderbird arbeitet für die deutsche Online-TSE mit fiskaly zusammen, zertifiziert seit dem 28. Mai 2021 und ab orderbird PRO 7.4 sowie iOS 12.3 nutzbar. Auf denselben Support-Seiten taucht außerdem fiskaltrust auf, allerdings ausschließlich im Zusammenhang mit der österreichischen RKSV und deren Paketen. Die beiden Firmen sind verschieden, und wer für einen deutschen Betrieb nach den österreichischen Positionen sucht oder umgekehrt, vergleicht Pflichtkosten aus zwei verschiedenen Rechtsordnungen. Für Deutschland ist allein die KassenSichV maßgeblich, und die dort geforderte TSE steckt bei den aktuellen PRO-Paketen im Preis. Wer ein älteres Gerät oder eine ältere Softwareversion einsetzt, sollte die Mindestversionen vor der Aktivierung prüfen, weil sonst der Aktivierungsweg nicht offensteht.
Der DSFinV-K-Export ist ebenfalls dokumentiert und über MY orderbird verfügbar, mit einer Einschränkung, die man vor einer Prüfung kennen sollte: Er ist pro Vorgang auf sechs Monate begrenzt und muss für längere Zeiträume aufgeteilt werden. Wer drei Jahre Kassendaten für eine Betriebsprüfung bereitstellen muss, erzeugt also sechs Exporte statt einen, und sollte das nicht erst am Tag der Prüfung herausfinden. Eine gesonderte Gebühr nennt orderbird dafür nicht. Auch die Kassenmeldepflicht lässt sich über einen Meldeassistenten in MY orderbird erledigen, was den sonst separaten Weg über Mein ELSTER erspart. Wer sie für ein Altsystem noch nachholen muss, findet den vollständigen Ablauf in unserem Beitrag zur Kassenmeldepflicht.
Was du vor der Unterschrift klären solltest
Die offene Preisseite ist bei orderbird ein Vorteil gegenüber Anbietern, die gar keine Zahlen zeigen, und die Pflichtkosten sind sauber gelöst. Die beiden Lücken sind der Kartensatz und die Frage, welche Laufzeit man tatsächlich unterschreibt. Beides entscheidet die Rechnung stärker als der Paketpreis, und beides steht nicht auf der Seite, auf der man den Paketpreis liest.
Vor der Unterschrift schriftlich klären
- Transaktionssatz je KartenartGirocard, Kredit-, Firmen- und Auslandskarte getrennt, plus etwaige feste Cent-Beträge. Ohne diese Zahl lässt sich der Bündelpreis nicht bewerten.
- Laufzeit der Lizenz in MonatenEin Monat, ein Jahr, drei Jahre oder zehn Jahre. Das späteste Kündigungsdatum sofort in den Kalender eintragen, die Frist beträgt einen Monat.
- VerlängerungsdauerJahres- und Drei-Jahres-Lizenzen verlängern sich um denselben Zeitraum, die Lifetime-Lizenz nur um einen Monat. Sich bestätigen lassen, welche Regel für den eigenen Vertrag gilt.
- Folgen einer Kündigung der KartenzahlungDer Paketpreis ist an die gebuchte orderbird-Kartenzahlung geknüpft. Was passiert mit dem Softwarepreis, wenn das Zahlungsprodukt gekündigt wird?
- TSE-Status des PaketsIst die Online-TSE im angebotenen Paket enthalten, oder fallen 199 € jährlich plus 59 € Aktivierung an? Und netto oder brutto?
- DSFinV-K-ExportVerfügbar über MY orderbird, aber auf sechs Monate je Export begrenzt. Zusagen lassen, dass der Zugriff auch nach Vertragsende besteht.
- Hardware-EigentumGekauft oder finanziert, und was am Vertragsende damit passiert. Der Einstiegspreis nennt Hardware ab 499 € netto.
Jeder Punkt gehört in den Auftrag oder in eine schriftliche Bestätigung. Eine Zusage im Verkaufsgespräch ist kein Vertragsbestandteil.
Unterm Strich ist orderbird bei den Pflichtkosten transparent und beim Preis genau dort intransparent, wo es am meisten zählt. Wer die beiden fehlenden Zahlen im Gespräch bekommt, kann die Rechnung selbst fertigstellen; wer sie nicht bekommt, hat seine Antwort auch. Und wenn die Kostenseite ohnehin unter Druck steht, bewegt die Preisgestaltung auf der Karte meist mehr als jeder Anbieterwechsel: Wie sich das kommunizieren lässt, ohne Gäste zu verlieren, steht in unserem Beitrag zur Preiserhöhung in der Gastronomie.
Häufige Fragen
Was kostet orderbird PRO im Monat?
Paket S kostet 99,90 € netto, Paket M 139,90 € und Paket L 169,90 €, jeweils bei 12-monatiger Laufzeit und zuzüglich Mehrwertsteuer. In Paket S ist eine Geräte-Lizenz enthalten, in M zwei und in L drei, dazu jeweils Service-Lizenz, Online-TSE, Onboarding und 24/7-Notfall-Support. Diese Preise setzen allerdings voraus, dass die orderbird-Kartenzahlung mitgebucht wird.
Warum steht bei den orderbird-Preisen ein Sternchen?
Weil die genannten Preise laut Fußnote nur gelten, wenn gleichzeitig die orderbird-Kartenzahlung gebucht wird. Ohne Kartenzahlung kostet Paket S 119,90 €, Paket M 159,90 € und Paket L 199,90 € netto. Der Aufschlag beträgt 20 € im Monat bei S und M und 30 € bei L, also 240 € bis 360 € im Jahr.
Was kostet die Kartenzahlung bei orderbird pro Transaktion?
Das veröffentlicht orderbird nicht. Die Support-Seite zu den Worldline-Konditionen verweist für Informationen zu den Konditionen auf ein Beratungsgespräch per E-Mail, die Nexi-Seite verweist Bestandskunden auf ihren individuellen Vertrag, und dieselbe Auskunft findet sich auf zwei weiteren Seiten. Der Transaktionssatz ist damit vor dem Gespräch nicht bekannt.
Wie lange bin ich bei orderbird gebunden?
Die AGB sehen vier Laufzeiten vor: einen Monat, ein Jahr, drei Jahre oder zehn Jahre als sogenannte Lifetime-Lizenz. Wird nicht mit einer Frist von einem Monat vor Ablauf gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um denselben Zeitraum. Eine Drei-Jahres-Lizenz bindet dann erneut 36 Monate. Ausgenommen ist die Lifetime-Lizenz, die sich nach Ablauf nur noch monatlich verlängert.
Ist die TSE bei orderbird enthalten?
Bei den aktuellen PRO-Paketen ja. Die Preisseite führt die Online-TSE in Paket S, M und L auf und schreibt, alle Pakete seien finanzamtkonform und enthielten eine zertifizierte TSE. Für Konten, in deren Paket sie noch nicht enthalten ist, nennt der Support 199 € jährlich zuzüglich einer einmaligen Aktivierungsgebühr von 59 €. Bei orderbird MINI ist die TSE-Aktivierung laut Support kostenfrei in der Lizenz enthalten.
Kann ich meine Kassendaten für eine Betriebsprüfung exportieren?
Ja. orderbird dokumentiert einen DSFinV-K-Export über MY orderbird, der pro Vorgang auf einen Zeitraum von sechs Monaten begrenzt ist und für längere Zeiträume in mehrere Exporte aufgeteilt werden muss. Eine gesonderte Gebühr dafür nennt orderbird nicht. Die Kassenmeldepflicht lässt sich über einen Meldeassistenten in MY orderbird erledigen.
Quellen
- orderbird - Preise für Dein Gastronomie Kassensystem — Paket S 99,90 €, Paket M 139,90 €, Paket L 169,90 € pro Monat bei 12-monatiger Laufzeit; Fußnote zur Bedingung der gleichzeitig gebuchten orderbird-Kartenzahlung und zu den Preisen ohne Kartenzahlung (119,90 / 159,90 / 199,90 €); alle Kosten zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer; Add-ons zusätzliche Geräte-Lizenz 39,90 €, QR-Code-Bestellsystem 39,90 €, Reservierungssystem 59,90 €, Kassenbuch 19,90 €, Gutscheinsystem 19,90 €, Digitales Menü kostenlos, Kartenzahlung auf dem Smartphone 9,90 € für die erste und 4,90 € für jede weitere Lizenz; Rabattbadges "2 Monate geschenkt" bei Jahresvertrag und "9 Monate geschenkt" bei Drei-Jahres-Vertrag mit Vorauszahlung; alle Pakete enthalten eine zertifizierte TSE. Geprüft am 12. August 2026.
- orderbird - Allgemeine Geschäftsbedingungen — Ziffer 8 a) - Vertragsdauer von einem Monat, einem Jahr, drei Jahren oder zehn Jahren (Lifetime); automatische Verlängerung um den vereinbarten Nutzungszeitraum bei Kündigungsfrist von einem Monat vor Ablauf der initialen Vertragsdauer; Ausnahme für die Lifetime-Lizenz, die sich jeweils um einen Monat verlängert; Gerätelizenz nur zusammen mit einer Servicepauschale mindestens gleicher Laufzeit. Geprüft am 12. August 2026.
- orderbird Support - Online-TSE aktivieren — Sofern die TSE noch nicht im Paket enthalten ist, kostet die Online-TSE 199 € jährlich zuzüglich einer einmaligen Aktivierungsgebühr von 59 €; netto oder brutto wird nicht ausgewiesen. Geprüft am 12. August 2026.
- orderbird Support - Kartenzahlung mit Worldline, Konditionen — Nennt keinen Transaktionssatz, sondern verweist für Informationen zu den Konditionen auf ein Beratungsgespräch per E-Mail; nennt 30 Tage Kündigungsfrist ohne langfristige Vertragsbindung oder monatliche Kosten. Geprüft am 12. August 2026.
- orderbird Support - Konditionen Kartenzahlung mit Nexi — Verweist Bestandskunden für die genauen Transaktionsgebühren auf den individuell mit Nexi geschlossenen Vertrag statt einen Satz zu veröffentlichen. Geprüft am 12. August 2026.
- orderbird Support - KassenSichV, Informationen für die Steuerberatung — Die Online-TSE wird vom Partner fiskaly bereitgestellt und ist seit dem 28.05.2021 zertifiziert; erfordert orderbird PRO ab Version 7.4 und iOS ab 12.3; spricht von der kostenpflichtigen Aktivierung der Online-TSE. Geprüft am 12. August 2026.
- orderbird Support - DSFinV-K-Export — DSFinV-K-Export über MY orderbird, pro Export auf einen Zeitraum von sechs Monaten begrenzt und für längere Zeiträume aufzuteilen; eine gesonderte Gebühr wird nicht genannt. Geprüft am 12. August 2026.
- orderbird Support - Mitteilungspflicht für elektronische Aufzeichnungssysteme — Systeme, die nach dem 1. Juli 2025 angeschafft wurden, sind innerhalb eines Monats zu melden; für Bestandssysteme galt der 31. Juli 2025; Meldung digital über ELSTER beziehungsweise die ERiC-Schnittstelle oder über den Meldeassistenten in MY orderbird. Geprüft am 12. August 2026.
- orderbird MINI Support - Deine Lizenz — Monats-, Jahres- und 5-Jahres-Lizenzen, je länger die Laufzeit desto günstiger der Monatspreis; kostenfreie Aktivierung der zertifizierten Online-TSE ist in der Lizenz enthalten; Lizenz erneuert sich automatisch, wenn nicht schriftlich gekündigt; der genaue Leistungszeitraum steht auf der jeweiligen Lizenzrechnung; Transaktionsgebühren werden vom jeweiligen Partner separat abgerechnet. Geprüft am 12. August 2026.
- BZSt - Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme (DSFinV-K) — Rechtsgrundlage Paragraph 146a AO und Paragraph 4 KassenSichV; Pflichtexporte für Kasseneinzelbewegungen, Stammdaten und Kassenabschlüsse.